5.5.2010 – Stefan Eichberger: STADT LAND FLUSS

eichberger

Zu einer Spieleschau mit dem Namen „Stadt Land Fluss“ lud Stefan Eichberger am 5. Mai 2010 ins Theater am Alsergrund und versprach einen Abend voll Spannung, Spaß und Unterhaltung. KulturFokus-Redaktrice Margot Fink war bei der Premiere seines 3. Kabarettprogramms dabei und spielte mit.

Grün und weiß sind die Farben dieses Abends, sowohl auf den Luftballons, T-Shirts, Flyern, Stadt-Land-Fluss-Karten, die für das Publikum zum Mitspielen bereit gelegt wurden, als auch bei der Kleidung des Moderators oder besser gesagt Schaumeisters Stefan Eichberger. Ein wunderbares Outfit – oder wie Stefan Eichberger sagen würde – Ausfit, denn Anglizismen verweigert er hartnäckig während des Abends. Jedes Mal, wenn die Gelegenheit da wäre, ein englisches Wort zu sagen, zeigt er die rote Karte und verwendet Ausdrücke wie Zwischennetz, Wohlfühl-Bereich, Schmalgespräch, Sternengäste.

Aber zurück zum Outfit, grünes Sakko, weißes Hemd grüne Hose, weiße Schuhe, das tut dem Auge weh, so am guten Geschmack vorbei ist schon wieder genial. Das Spiel „Stadt Land Fluss“ erinnert an Kindheitstage, schon ewig nicht mehr gespielt und eine wunderbare Idee, weil das Publikum mitspielen und sogar Preise gewinnen kann!! Die Spieleschau ist sozusagen der rote Faden durch das Programm, zwischendurch gleitet Stefan Eichberger immer wieder ab, lässt die Gedanken fliegen, schweift ab und gibt mit seinem sicheren Gespür für Pointen Beobachtungen über Ländliches und Städtisches zum Besten, dabei findet sich sehr viel Auffälliges, Lustiges, Seltsames und Skurriles. Fad wird dem Publikum dabei nicht.

In dem Kabarettprogramm „Stadt Land Fluss“ unter anderem um das Aufwachsen auf dem Land, das Fliehen in die Stadt, die ersten Erfahrungen mit Wien, Tierleben in Stadt und Land, Urlaub auf dem Lande, Tourismuswahnsinn, Bauer sucht Frau, die keineswegs ländliche Idylle. Kleine Episoden, Bräuche, Traditionen werden unter die Lupe genommen, wie wäre es mit Fensterln in der Stadt, im 22. Stockwerk? Spannend, vor allem bei schallisolierten Fenstern, die, wenn man Pech hat, nach außen aufgehen.

Die eingeladenen Gäste, vier an der Zahl, sind für allerlei Verrücktheiten und für die musikalische Unterhaltung verantwortlich. Die Schrebergartenidylle in der Kleingartenanlage Stalingrad kommt dabei genauso vor wie Didier d’Amour, der Frau suchende und Schlager singende Landwirt.

Die sehr lebendige Figur des Moderators, die Nebensequenzen voller kleiner witziger Episoden, die originellen und sehr passenden Assoziationsketten und auch die Gäste sorgen für ein sehr abwechslungsreiches Programm. Das Versprechen des Abends voller Spannung, Spaß und Unterhaltung hat Stefan Eichberger auf alle Fälle gehalten. Auch sein drittes Programm „Stadt Land Fluss“ ist absolut sehens- und „spielens“wert!

Margot Fink


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